Haus Fühlingen habe ich als Kölner jahrelang gesehen und mich immer gefragt, was es mit diesem Haus auf sich hat. Als ich anfing mich für alte Häuser zu interessieren, bin ich von einem schönen Abend am Rhein kommend mit meinem Cousin zu diesem Haus gegangen. Es war eine spontane Aktion mit einer ganz kleinen Taschenlampe. Ich habe schon ein paar Häuser besucht gehabt zu dieser Zeit, aber hier wollten wir beide irgendwie nicht weiter gehen. Ich kam mit meinem damaligen Forumskollegen wieder. Wir machten zunächst mal Aussenaufnahmen. Dort waren dann ein paar Orbs zu erkennen. Orbs und deren Ursprung sind bis heute nicht geklärt, daher war das für uns nichts besonderes. Später fotografierten wir drinnen weitere Orbs. Diese stellten sich aber als Staub heraus. Das haben wir in mehreren Test dann doch belegen können. Wir haben dieses Haus mehrere male besucht und von innen hunderte Bilder gemacht. Und an einem Abend so ziemlich genau vor einem Jahr, haben wir ein Bild gemacht, das Ihr hier findet:
www.spukvilla.de
Keine Angst, das ist keine Werbung. Die Seite ist nicht mehr aktiv. Aber aufgrund eines Konfliktes des alten Teams habe ich die Fotos nicht mehr. Man kann sie hier unter "Haus Fühlingen" sehen.
Dort ist ein Bild von mir, auf dem ich mit dem Handy ein Bild mache. Es fliegt etwas von oben rechts ins Bild. Macht einen Halbkreis um mich herum und bleibt als Lichtpunkt vor mir stehen. Wir haben gar nichts davon gesehen. Lichtquellen gab es keine. Das ganze fiel erst einen Tag später auf. Wir haben verschiedene Erklärungen gesucht, aber es gab keine. Manipulation kann man bei uns auch ausschließen, weil wir eigentlich eher zu den Zweiflern gehörten.
Jetzt könnte man meinen, daß das ganze mit diesem Bild abgeschlossen ist. Dem war aber nicht so.
Wir fuhren zurück, in der Annahme einen ereignislosen Abend abgeschlossen zu haben. Man setzte mich vor der Haustür ab. Zu diesem Zeitpunkt lebte ich noch alleine. Ich grübelte darüber nach, daß ich noch eine Maschine Wäsche im Keller entleeren musste. Schloss die Haustür auf und drehte mich gerade um, um diese wieder zu zuschließen. Da knallte es neben mir auf der 1 Meter entfernten Holztreppe. Es war ein Geräusch, daß man ungefähr so beschreiben kann, daß man mit der Verse mit voller Wucht aufstampft. Ich sprang regelrecht hoch. Dachte das käme von draußen. Da war aber nichts. Ich dachte an Einbrecher in meiner Wohnung oder im Keller. Nichts. Es war auch nichts umgekippt. Aber ich hatte ein total mieses Gefühl. Es hört sich total schwachsinnig an, aber es war ein Gefühl nicht alleine zu sein. Ich habe gar nicht geschlafen. Morgens bin ich zur Arbeit gefahren. Es war ein wunderbarer sonniger Tag. Trotzdem hatte ich beim Rausgehen immer noch dieses total beklemmende Gefühl. Als ich allerdings abends zurück kam, fühlte ich mich wieder normal in der Wohnung.
Allerdings erzählte mir der Kollege, der dabei war aber folgende Geschichte. Sonderbarerweise ereignete diese sich aber erst zwei Tage nach meiner. Er schlief im Wohnzimmer ein und wurde von einem lauten Knall im Treppenhaus geweckt. Er hatte immer ziemliche Angst vor Einbrechern. Also ging er "bewaffnet" in das Treppenhaus, weil er meinte, daß irgendjemand gestürzt wäre, oder eben ein Einbrecher dort wäre. Er fand niemanden vor. Er stellte als "Alarmanlage" mehrere Glaswasserflaschen vor die Türe, ging ins Wohnzimmer und schlief wieder ein. Wach wurde er schließlich von einer umkippenden Wasserflasche. Er stürmte in seinen Hausflur und fand nur eine verschlossene Haustür vor. Beide Ereignisse können wir uns nicht erklären.
Zwei Monate ging ich nicht mehr in dieses Haus. Die Neugier siegte dann. Es ist nie mehr was passiert.
Wie gesagt: Keine Erklärung für all das.
Zum Haus selber muß man sagen, daß es seinen Vorbesitzern nur Pech gebracht hat.
Da sind diverse Bankrottgeschichten entstanden. Die jüngste ist die der Investoren, die das Haus vor kurzem renovieren wollten. Das ganze scheiterte. Man ist sich noch nicht einig, ob die Leute sich verkalkuliert haben, oder ob sie auf Zeit spielen und das Haus verrotten lassen, damit es nur noch abgerissen werden kann. Man würde so den Denkmalschutz, der Kostenaufwändig ist umgehen können.
Früher war das Haus in der NS Zeit ein Schlaflager für Zwangsarbeiter. Das war nach der Zeit, in der noch ein Gestüt dort betrieben wurde. Einer der Zwangsarbeiter (ich finde die Seite leider nicht mehr! Es handelte sich um eine Seite mit ehemaligen Zwangsarbeitern! Sinje, Du findest die bestimmt, oder?) bandelte mit der Tochter des Gutshofbesitzers an. Er wurde dann letztlich erschlagen.
Nach der Kriegszeit wohnte ein ehemaliger hoher Nazirichter dort. Sein Ruf war nach dem Krieg ruiniert. Er wusste, daß er nie mehr Fuß fassen würde. Er erhängte sich im zweiten Stock des Hauses.
Solche Geschichten ziehen sich zahlreich durch die Hystorie des Hauses.
Die jüngste handelt von dem armen Kerl aus Seeberg, der sich dieses Jahr in der Nacht auf Karfreitag ebenfalls in diesem Haus, ebenfalls im zweiten Stock erhangen hat. Ein paar jugendliche fanden den armen Kerl. Es gab einen kleinen Artikel darüber im Kölner Express.
Das Haus ist mit Sicherheit eines mit den meisten düsteren Ereignissen, das ich kenne. Und möglicherweise kenne ich noch gar nicht alle.
1884 wurde das Haus samt Gestüt und Pferderennbahn von Freiherr von Oppenheim gebaut. Er erbaut es auf den 186 Morgen Land, die er dort von der Gemeinde Fühlingen erwirbt. Es ist ein Teil der sogenannten Fühlinger Heide. Die wiederum ist bekannt von der sogenannten Schlacht um Worringen. Hierbei handelt es sich um eine der größten Schlachten des Mittelalters.
1907 verkauft er das ganze wieder.
1963 kauft die Stadtköln das ganze Areal mit Haus und Pferderennbahn.
1967 werden die hinteren Seitenflügel und die Reithalle abgerissen.
Seit 2000 stand das Haus dann leer und zum Verkauf. Tatsächlich ist es in diesen sieben Jahren so verfallen. Es wohnte eine ältere Dame dort. Allerdings nur noch in einem kleinen Teil des Hauses. Die Investorengruppe kaufte es und scheiterte dann zumindest vorläufig mit den hochtrabenden Plänen, dort eine exklusive Residenz mit mehreren Wohnungen und Penthäusern per Umbau zu errichten.
Der jetztige Stand ist, daß das Haus weiter verfällt. Alle Bauschilder wurden entfernt und Fenster und Türen zugeschweisst. Allerdings wurde da schon wieder etwas aufgebrochen.
Diese und weitere eigenartige Geschichten, wie die des Grabstein hinter dem Haus im Wald:
machen das Haus Fühlingen zu einem eigenartigen Bauwerk.
Fotos kann ich gerne mal wieder selber welche machen und dann hier herein stellen. Ob dann aber noch Innenaufnahmen möglich sind, wird sich zeigen.