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Die Offenbarung des Johannes

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 Die Offenbarung des Johannes 
Miss_Spookiness


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Die meisten von euch werden ja sicherlich die Offenbarung (Meistens "Apokalypse" genannt) kennen (in "Der Name der Rose" kommt sie auch vor Wink).
Hin und wieder wird sie auch mit "Die sieben Posaunen" umschrieben.

(1) die erste Posaune: Hagel und Feuer, mit Blut gemischt, fiel auf die Erde. Ein Drittel der Erde und ein Drittel aller Bäume wurden verbrannt, kein Grashalm blieb übrig.

(2) die zweite Posaune: etwas wie ein großer brennender Berg wurde ins Meer geworfen. Ein Drittel des Meeres verwandelte sich in Blut [ein Bild für den Tod dieser Meeresteile]. Ein Drittel aller Meerestiere starb und ein Drittel aller Schiffe wurde vernichtet.

(3) die dritte Posaune: ein großer brennender Stern stürzte vom Himmel. Ein Drittel der Flüsse und Quellen wurde bitter und viele Menschen starben durch vergiftetes Wasser.

(4) die vierte Posaune: Ein Drittel der Sonne, des Mondes und der Sterne wurde durch Schläge getroffen. Ihr Licht verlor ein Drittel seiner Helligkeit und ein Drittel des Tages und der Nacht wurde finster.

(5) die fünfte Posaune: ein Stern [=Engel] öffnet den Abgrund und Rauch verdunkelt die Sonne. Aus dem Rauch kamen Heuschrecken denen die Macht von Skorpionen gegeben war. Sie durften nur die Menschen quälen, die nicht mit dem Siegel Gottes gekennzeichnet waren. Diese ''Heuschrecken'' sind den Berichten vom Auszug aus Ägypten entnommen. Sie werden in sehr illustrierter Weise mit Kronen, Gesichtern, Haar und Löwenzähnen beschrieben. Der Engel herrscht über sie als König. Es sind Schlachtgeräusche, die hier zu hören sind. Die fünfte Posaune beschreibt eine große Qual, welche Menschen zugefügt wird durch Tiere. So wie die Bilder hier formuliert sind, können die Heuschrecken für alles stehen - es wird im wesentlichen ihre Wirkung und die Angst beschrieben, die sie auslösen. Ja, es geht hier um eine ernste Warnung vor dem Schrecken des Gerichtes ohne jede Beschönigung.

(6) die sechste Posaune: vier Engel werden freigelassen, die am Euphrat gefangen gehalten worden waren. Sie haben die Macht, ein Drittel der Menschheit zu töten. Sie haben 200 Millionen Reiter in ihrem Gefolge. Auch hier haben wir wie bei den Heuschrecken eine sehr phantastische Schilderung: die Reiter töten mit den Schwänzen der Pferde, die wie Schlangen aussehen. Gleichzeitig werden Feuer, Rauch und Schwefel genannt als die drei Katastrophen, durch die ein Drittel der Menschheit sterben muß.

(7) die siebte Posaune: mit der siebten Posaune ist die zweite Phase des Gerichtes abgeschlossen und es beginnt der dritte und letzte Teil, der in den sieben Schalen des Zorns kulminiert und dann seinen Abschluß in der Hochzeit des Lammes findet.


Wie denkt ihr, kann man die Posaunen interpretieren?

Bei der sechsten Posaune finde ich besonders interessant, wer diese vier Engel sein könnten, die frei gelassen werden.
Ich meine, auf welche historischen Figuren sie sich übertragen lassen könnten.
Hitler, Saddam Hussein,...?
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Anderl


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Ich hoffe mal stark, dass die Posaunen in der Apokalypse sich auf keine historische oder lebende Persönlichkeit übertragen lassen, da ich mir schon wünsche, dass dieses Event noch einige Zeit auf sich warten lässt?!

Wie soll man die Posaunen deuten?

Vielleicht als Posaunen?

Rolling Eyes

Ne, im Ernst - es gibt ja abstruse Theorien, die behaupten, die Mauern von Jericho wären möglicherweise durch den Einsatz einer Art von "Infraschall-Kanone" zum Einsturz gebracht worden?

So mag im ersten Moment völlig bescheuert klingen, aber weiß man, zu welchen Leistungen die Menschen früherer Zeiten schon fähig waren?

Ich unterstelle einfach mal, dass auch Babylonier, Griechen und Römer schon das naturwissenschaftliche Wissen erringen konnten, dass es Geräusche in Frequenzbereichen gibt, die wir Menschen nicht bewusst wahr nehmen, die aber von manchen Tieren vernommen werden?

Oder wie im Infraschallbereich sogar als "Waffe" eingesetzt werden können, die Mauern so sehr zum Schwingen bringt, dass diese schließlich auseinander brechen.

Was, wenn man damals dieses Phänomen nicht nur erkannt hatte, sondern sogar in der Lage war, riesige Signalhörner herzustellen, die sowas bewirkten?

Sollten dies die Trompeten sein, die die Welt aus den Fugen reißen?

Für mich durchaus vorstellbar, dass aus diesen Ereignissen heraus die Legende entstand von den Trompeten, die das Ende der Welt einläuten!

Wink

Gruß, Anderl

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Miss_Spookiness


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Hm interessant, deine Ausführung aber ich meinte eigentlich keine Posaunen als Musikinstrumente, sondern halt ihre Auswirkungen.
Kann man die Ereignisse auf vergangene historisch verifizierte Ereignisse beziehen?
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Anderl


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Also war ich wieder mal knapp am Thema vorbei...?!

Rolling Eyes

Geht mir öfter so...!



Ich selbst war eigentlich immer der Meinung, dass die Ereignisse um das Ende der Welt alle in mehr oder weniger kurzer Zeit direkt nacheinander auftreten würden?!

Bist du denn als "Insider" der Überzeugung, das Ende der Welt würde uns mehr oder weniger direkt bevorstehen?
Oder meinst du, die beschriebenen Ereignisse könnten tatsächlich über einen so langen Zeitraum verteilt auftreten?

Shocked

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Miss_Spookiness


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Naja, das is ne gute Frage.

Ich denke, man könnte das Ende der Welt mit der Ankunft des Reich Gottes vergleichen.
Es wächst stetig, allerdings unter dem eschatologischen Vorbehalt "schon - noch nicht"...es geht sozusagen langsam voran.

Wenn man mal zurückdenkt...

(5) die fünfte Posaune: ein Stern [=Engel] öffnet den Abgrund und Rauch verdunkelt die Sonne. Aus dem Rauch kamen Heuschrecken denen die Macht von Skorpionen gegeben war. Sie durften nur die Menschen quälen, die nicht mit dem Siegel Gottes gekennzeichnet waren.


Klingt jetzt vielleicht seeeehr übertragen und ich halte es selbst eigentlich auch für zu abstrakt, aber die Heuschrecken könnte man auf die Nationalsozialisten im 3. Reich übertragen, die jene Menschen quälten "die nicht mit dem Siegel Gottes gekennzeichnet waren" (Juden, Sinti&Roma, Homosexuelle?). Gerade Homosexuelle, die ja sozusagen den "Normen der Bibel" (sprich Männlein+Weiblein) nicht entsprechen. Und die Macht der Skorpione? Naja, die Bibel ist nunmal metaphorisch zu verstehen...

Habe hier noch was ganz Interessantes dazu gefunden.

Die dämonischen vier Engel, die freigelassen wurden, rufen die Sintflut herbei, aber es ist keine Sintflut des Wassers, es ist eine andere Art der Flut:

Reiterheere kommen aus dem Osten wie eine Sintflut über den Eufrat und überschwemmen das Land . Die berittenen Pferde speien vorne Feuer und Schwefel ,und hinten speien sie Gift. Sie haben Löwenköpfe, sie morden inwendig die Menschen, sie haben Schwänze wie Schlangen und peinigen die Menschen, die sich von Gott abwenden. Es sind Fabelwesen, die vorne Hass und hinten „Gift“ verspritzen und den Menschen, die keine Kinder des Lichtes sind, innewohnen. Sie verbrennen, vergewaltigen und ermorden den Menschen inwendig, seine Seele und sein Gemüt, weil er auf der dämonischen Seite des Lebens wohnt. Es sind die Dämonen, die im Menschen Wohnung genommen haben, und die Christus mit dem Finger Gottes aus dem Menschen vertreibt. Es sind die Dämonen, die den Menschen verschließen und taub werden lassen, ihn blenden, ihn verstummen lassen in Trauer und Gram, ihn lähmen und ihn dem Tode ausliefern. Sie führen Krieg gegen die Menschen, und sie nehmen von ihnen Besitz und hausen in ihnen. Sie beherrschen die Menschen, und sie „töten“ sie, denn ihre Zielrichtung ist der „Tod“, die Gottesferne, das ins Vergessen Gottes fallen. Gott jedoch will die Umkehr der Bewohner der Erde, aber es erfolgt meist keine Umkehr, denn nur selten kehren die Menschen wirklich um.


Quelle: http://www.johannes-apokalypse.de/johannes-apokalypse.html
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Michi


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Hallo,

wie immer hab ich mit solchen Texten ein Problem da hier auch wieder das Mittealter eine Rolle spielt Smile

Um den Inhalt eines Textes beurteilen zu können sind ein paar grundsätzliche Fragen zu beantworten :
1.) Wer war der Verfasser des schriftlichen Textes im Original,
2.) Wann wurde der Text im Original verfasst,
3.) Wann wurden schriftliche Übersetzungen angefertigt,
4.) Wer fertigte diese diese Übersetzungen und in welchem Auftrag an
5.) Wenn Johannes nicht der Verfasser des Originals ist, auf welcher Grundlage hat dann der Verfasser den Text erstellt,
6.) Welche Weltanschauung und welches Weltbild herrschte beim Verfassen des Originaltextes und der Übersetzungen.


Sprache und Gedankenwelt ( des Verfassers ) weisen auf eine Herkunft aus dem palästinensischen Judenchristentum, das nach der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 nach Kleinasien einwanderte.
Sein Griechisch sei unvollkommen, er verletze die Syntax und die Grammatik, sehr häufig übersetze er hebräische Idiome ins Griechische. Beim Übersetzen habe er den hebräischen Text benutzt und seine Erklärungen seien beeinflusst von der Septuaginta.

Um den Text nachvollziehen zu können, müßte man den Text im Original heranziehen und diesen dann, für uns verständlich, nach heutigem Wissen übersetzen und evtl. Fehler zu erkennen.
In dem Text, der hier verwendet wurde, gibt es eigentlich Ortsangaben : " aus dem Osten kommend ". Man müßte also wissen, wo der Verfasser sich befand und dementsprechend, nach damaliger Weltanschauung im Osten suchen.
Löwenköpfe, Drachen, Feuerspucken, usw. könnten auf z.B. China, Japan hinweisen.

Ohne Hintergrundwissen und den Originaltext wird man nicht ergründen können, wen oder was der Verfasser meinte.

Viele Grüße
Michi
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Miss_Spookiness


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Ja, Michi, da hast du recht, deswegen stelle ich auch nur Vermutungen an Wink

Ob der Verfasser wirklich Johannes ist, entzieht sich meiner Kenntnis, aber die historisch-kritische Methode, diesen Text zu analysieren ist auf jeden Fall angebracht.
In der Offenbarung gibt es angeblich ja auch noch mehrere Übersetzungsfehler, zum einen weil sich der Verfasser stark an der hebräischen Wortstellung orientiert (daher ja auch die millionen "und's") und zum anderen aus den von dir genannten Gründen. (Nur mal so ne Frage am Rande, hast du ein Graecum?)
Die Nummer 666 wurde ja angeblich auch falsch übersetzt.
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Michi


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Hi,

Nur mal so ne Frage am Rande, hast du ein Graecum

NEIN !

Wie kommst Du darauf ?

Viele Grüße
Michi
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Miss_Spookiness


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Weil du von der Septuaginta gesprochen hast, deswegen Wink
War nur so aus Interesse weil ich meins gerade mache.
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Michi


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Hallo,

ich hatte Latein und war froh, als ich es wieder vergessen durfte, dafür schlage ich mich heute mit lateinischen Eintragungen in Kirchenbüchern rum Wink

Also, wir haben ja ein paar Angaben :

Reiterheere kommen aus dem Osten wie eine Sintflut über den Eufrat. Angrenzende Länder wären somit der Iran, Irak, ein Paar an kleinen Ländern, Russland, China und nicht zu übersehen, die Mongolai.

Auf dem Höhepunkt ihrer Macht beherrschten sie die größten Teile des Kaiserreiches China, Koreas, Khorassans (heute zu Afghanistan und Iran), Georgiens, Armeniens, Russlands, Ungarns, Persiens sowie die dazwischen liegenden Länder.
Die Mongolen waren nicht nur Normaden sondern auch hervorragende Reiter.
Manche Quellen berichten, dass die Mongolen vergiftete Pfeile verwendeten. Solche Giftpfeile (Khoron) gab es im Östlichen Steppenraum tatsächlich. Das verwendete Gift (Mogain Khoran) wurde aus dem Gift von Vipern hergestellt.
Da die Mongolen viele Gebiete nicht nachhaltig kontrollieren konnten und um Terror und Furcht zu verbreiten, richteten sie immer wieder extreme Gemetzel an, die ihre Gegner dann manchmal aus Entsetzen regelrecht lähmten. Die in Chroniken genannten Zahlen, die bei Einzelereignissen zum Teil die Millionenmarke überschreiten, sind zwar zu hoch angesetzt, dennoch brachten die Mongolen sehr große Mengen von Menschen gezielt und systematisch um. Die extrem hohen Zahlen in den Chroniken basieren dabei auf dem, was die Mongolen dann selbst aus propagandistischen Gründen verbreiteten, um den Schrecken vor ihnen noch zu vermehren.

Die Mongolen bedienten sich eines entwickelten Systems von Horn- und Flaggensignalen, die vom Heerführer gegeben wurden,......

Um 1130 wurden sie von Kabul Khan geeint, doch geht dessen Reich bereits 1160/61 unter. Wirklich aufgestiegen sind sie erst unter der Führung Dschingis Khans (1155/1162-1227), der ihnen einen Staatsaufbau und ein Gesetz gab. Unter ihm errichteten die Mongolen das größte Landreich der Geschichte in der Größe von 29.000.500 km² und unterwarfen mehr als 100 Millionen Menschen ihrer Gewalt.

Wenn man annehmen kann, das der Text um 79 n.Ch verfasst worden ist, wäre es zu dem Zeitpunkt schon möglich gewesen, sich in der Mongolai die Menschen, ihre Lebensweise,....... näher anzusehen und abzuschätzen.

Viele Grüße
Michi
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