Verfasst am: 29.07.2007, 09:28 |
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Zwischen 1764 und 1767 ereigneten sich in Frankreichin in der Gegend des Gévaudan, einer einsamen Gegend der Auvergne
mörderische Überfälle mit über 100 Opfern. Als Verursacher wurde die Bestie von Gévaudan verantwortlich gemacht.
Das Erschreckende an dieser Geschichte ist, dass es sich hierbei um nachweisbare Tatsachen handelt.
* Die Pfarrregister aller Pfarreien, in denen die Bestie wütete, und in denen die Namen der etwa 100 Opfer verzeichnet sind
* der Briefverkehr zwischen den Polizeiverantwortlichen der Auvergne in Clermont und des Languedoc in Montpellier mit ihren örtlichen Vertretern im Gévaudan
* zahlreiche Berichte über die vom König befohlenen Treibjagden
* zeitgenössische Zeitungsartikel und Zeichnungen.
Der erste aufgezeichnete Fall ereignete sich folgenermaßen zugetragen:
Die vierzehnjährige Jeanne Boulet aus der Pfarrei Saint Etienne de Lugdarès wurde grausam entstellt tot aufgefunden. Nach diesem ersten Überfall suchte das Monstrum weitere Kinder, Heranwachsende und Frauen heim, die grauenhaft verletzt aufgefunden wurden. Allerdings gibt es Dokumente, die belegen, dass einige Fälle schwerer Verletzungen, die bereits vor dem ersten registrierten Fall stattfanden, möglicherweise ebenfalls von dem „Tier“ verursacht worden waren.
Danach verlagerten sich die Geschehnisse in die Umgebung des Mercoire-Waldes südlich Langognes. Dort wurden im August in Masméjean ein 15-jähriges Mädchen und kurz danach ein Junge aus Cheylard l’Eveque zerrissen. Im September starben eine 36-jährige Frau, ein Junge und ein kleines Mädchen. Anschließend verlagerte sich das Tätigkeitsfeld der Bestie erneut, dieses Mal in nord-westlicher Richtung. Bis Ende 1764 geschahen weitere Mordtaten, die Opfer waren wieder nur Frauen und Kinder.
Die Bauern der Umgebung konnten sich der Bestie kaum erwehren. Wegen des Aufstands der Camisards hatte der König alle Schusswaffen sowie lange Hieb- und Stichwaffen einziehen lassen. Daher befestigten die Bauern der Gegend ihre Taschenmesser an langen Holzstangen, um sich überhaupt verteidigen zu können.
Am Südhang des Mouchet-Berges wurden am 2. Dezember 1765 erneut zwei Kinder angefallen.
Am 19. Juni 1767, „um 10 Uhr 15“ erlegte Jean Chastel ein riesiges Tier. Der königliche Notar Herr Marquis hatte dieses Tier in sein Schloss in Besques, Pfarrei Charraix tragen lassen.
Zeugen beschrieben das Biest als Wolfs. Die Pfoten sind bestückt mit vier Krallen, die viel mächtiger sind als die anderer Wölfe, auf der Brust hat es einen großen weißen Fleck in Form eines Herzens. Sein Kopf ist ungeheuerlich.
Quele:
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