Verfasst am: 22.11.2007, 08:54 |
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Die Expedition Loys'
Der Schweizer Geologe François de Loys war im Jahre 1917 mit einer zwanzigköpfigen Truppe zu einer dreijährigen Expedition losgezogen, um in der unwirtlichen, bewaldeteten Dschungelregion von Sierra de Perijáa im Grenzgebiet von Kolumbien und Venezuela nach Erdöl zu suchen. In diesem Gebiet lebten die kriegerischen Motilone-Indianer, die mehrere Male die Expedition de Loys' angriffen und die Zahl ihrer Mitglieder dezimierten. Tropische Krankheiten und Angriffe durch wilde Tiere taten ihr übriges, und nach drei Jahren war nur noch eine Handvoll der anfangs losgezogenen Männer übrig.
Laut de Loys' Aussage waren sie am Ufer des Rio Tarra unterwegs, als plötzlich zwei Kreaturen aus dem Dschungel herausstürmten. Im ersten Augenblick erkannte man sie als Affen, aber sie waren größer als alle Affen der Gegend, liefen auf den Hinterbeinen und waren schwanzlos. Sie gebärdeten sich ausgesprochen zornig und aggressiv, bedrohten die Männer mit Ästen, die sie von Bäumen rissen, und bewarfen sie mit ihrem Kot. Die Männer begannen auf die Tiere zu schießen, worauf die Affen sich wieder in das Buschwerk zurückzogen. Ein Affe, der sich schützend vor einen zweiten gestellt hatte, wurde tödlich getroffen und konnte von den Männern untersucht werden.
Aussehen
Das tote Tier, ein Weibchen, wurde auf eine Kiste gesetzt und durch einen Stock aufrecht gehalten. So konnte es fotografiert werden. Das Tier
war rund 1,50 Meter groß
war von rotbräunlichem, struppigem Fell bedeckt
besaß die überproportional langen Arme und greiffähigen Füße eines Klammeraffen
war schwanzlos
hatte 32 Zähne (südamerikanische Affen haben in der Regel 36 Zähne)
hatte eine riesige Klitoris, ähnlich wie bei einem Spinnenaffen, die leicht für ein männliches Geschlechtsorgan gehalten werden konnte